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Zahlen und Fakten

Sauerstoff ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Kaum ein Vorgang in unserem Körper funktioniert ohne. Mit winzigen Flimmerhärchen gelingt es unserer Lunge, eine enorme Anzahl von Keimen und Schadstoffen aus der Luft zu filtern. Über die Lunge (Pulmo) nimmt der Mensch täglich cirka 15.000 bis 20.000 Liter Luft auf, ein Fünftel davon ist Sauerstoff. Im Verlauf der Stoffwechselprozesse entsteht unentwegt Kohlendioxid im Organismus. Dieses Gas wird bei jedem Atemzug über die Pulmo ausgeatmet. Lungenbläschen haben einen Durchmesser von ein bis zwei zehntel Millimetern. Vergleichbar mit der stärke eines Blatt Papiers.

Über 20.000 mal bewegt sich die menschliche Lunge jeden Tag. Dabei enthält der Atemzug eines Erwachsenen etwa einen halben Liter Luft. Normal sind 12 bis 18 Atemzüge in einer Minute. Bei schwerer körperlicher Arbeit oder Sport steigen aber die Atemfrequenz und das Atemzugvolumen erheblich an. Die Pulmo hat ein Fassungsvolumen von etwa 6 Litern. Forscher der Vanderbilt University haben entdeckt, dass das Datum der Geburt eines Babys das Asthmarisiko beeinflussen kann. Mütter können ihr Ungeborenes aber schützen. So haben Forscher herausgefunden, das während der Schwangerschaft eingenommenes Vitamin D das Asthmarisiko von Kindern reduziert.

Laute Musik gefährtet die Lunge. Drei der jungen männlichen Teilnehmer der Studie befanden sich gerade auf einem Rockkonzert, als sie die typischen Schmerzen in der Brust spürten, berichten die Mediziner. Ein anderer spürte die Symptome in seinem Auto, das er mit einer extrem leistungsfähigen Musikanlage aufgerüstet hatte. Nach Ansicht der Forscher sind besonders die Bassfrequenzen für den sogenannten Pneumothorax verantwortlich, denn sie bewegen den ganzen Körper. Beginnen die Lungenflügel dann in der gleichen Frequenz zu vibrieren, kann das zu Rissen im Gewebe führen, die schliesslich den Lungenkollaps verursachen. Bei allen Betroffenen fiel ein Teil der Lunge in sich zusammen, weil durch diese Risse Luft in den Spalt zwischen Lungenflügel und Lungenfell eingedrungen war. Aus verschiedenen Klinikberichten schliessen die Wissenschaftler, dass einige Pneumothorax-Patienten ebenfalls extrem laute Musik gehört hatten. Das Studienergebnis ist aber wegen der geringen Zahl der Probanden nicht repräsentativ.

Rotwein kann die Lunge schützen. Der Wirkstoff Resveratrol wird aus Rotwein hergestellt und kann Entzündungsstoffe in der Lunge vermindern. Die Mediziner isolierten so genannte Makrophagen aus dem Atmungsorgan. Das sind spezielle Abwehrzellen, die Fremdkörper aus dem Körper abtransportieren. Diese Zellen geben bei COPD-Patienten allerdings auch Botenstoffe ab, die eine starke Entzündung hervorrufen. Sobald die Forscher Resveratrol zu den Makrophagen-Proben hinzufügten, stellten die Zellen die Produktion der Botenstoffe fast komplett ein. Doch ihre Entdeckung ist kein Freibrief für Rotweingenuss. Selbst unverhältnismässig grosse Mengen Wein würden laut Studie nicht die nötige Resveratrol-Konzentration bringen.

Die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken hängt in erster Linie mit den Genen zusammen. Die Forscher untersuchten jeweils 1000 Raucher und fanden bei den Krebskranken darunter auffällige Genvarianten der Chromosomen 15. Besonders hoch ist das Krebsrisiko, wenn beide Chromosomen 15 diese Veränderungen aufweisen, die sogenannten SNPs (Single Nucleotide Polymorphism).

Es ist hinlänglich bekannt, dass Zigaretten die Lunge belasten und Krebs auslösen können. Ein kanadisches Forscherteam wollte wissen, wie sich es sich mit Cannabisrauchen verhält. Dazu verglichen sie den Rauch von Zigarette und Joint. Der Rauch von Cannabis enthält demnach bis zu 20-mal mehr Ammoniak und fünfmal mehr Blausäure, die die Flimmerhärchen der Lunge schädigen. Dadurch sinkt ihre Selbstreinigungskraft, und krebserzeugende Stoffe bleiben länger im Organ.

Dauerhaft verengte Atemwege, ständiger Husten - daran leiden fast sechs Millionen Deutsche über 40 Jahren. Die Ursache ist die so genannte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Diese Störung der Lungenfunktion ist meist die Folge von langjährigem Tabakkonsum. Doch nicht nur Raucher trifft es.